Grußwort des Kirchenmusikers

Der erste Schritt zu einer neuen Orgel war die Ausschreibung seitens unserer Pfarrei an verschiedene Orgelbauer, ein Angebot abzugeben. Die Vorgaben waren lediglich: zwei Manuale, Pedal, Schwellwerk, mechanische Spiel- und Registertraktur, elektronische Setzeranlage. Darüber hinaus sollte jeder einzelne nach Kennenlernen unseres Kirchenraumes ein für St. Nikolaus stimmiges Gesamtkonzept erarbeiten.

In verschiedenen Vorgesprächen wurden die Vorstellungen der Pfarrei, des Ordinariats und des Architekten konkretisiert: Sowohl klanglich als auch optisch muss sich die Orgel in die Schlichtheit des Raumes integrieren. Sie soll nicht dominieren und doch musikalischen Reichtum besitzen. Klangliche Vielfalt ist nicht nur für die Orgelliteratur des Barock, der Romantik oder der Moderne hilfreich. Sie ist auch für die Gestaltung der Musik in Liturgie und Gottesdienst notwendig. Alle Beteiligten waren sich einig: Eine „symphonisch“ klingende Orgel sollte es sein, die für Gemeindegesang und Chorbegleitung ebenso wie als Solo- Instrument einsetzbar ist.

Die Wahl fiel schließlich auf den Orgelbauer Gerald Woehl aus Marburg. Orgeln aus seiner Werkstatt erklingen beispielsweise in Leipzig und Rochester und, ganz in der Nähe, in der Herz-Jesu-Kirche in München. Aktuelle Projekte laufen derzeit in Pietå (Schweden), Bratislava und St. Pölten.

Woehls schlüssiges Gesamtkonzept und die darin enthaltene besondere Beachtung des Raumklangs haben alle an der Entscheidung Beteiligten überzeugt. Sein Instrument wird vielen Generationen von Kirchgängern, Konzertbesuchern und Kirchenmusikern große Freude bereiten!

Max Hanft, Kirchenmusiker

Max Hanft